Akkordeon

Geschichte des Akkordeons

  Von den Anfängen ...
  ... über die erste Originalkomposition ...
... hin zum Konzertinstrument

Von Cyrill Demians Erfindung 1829 bis zu den heute gebräuchlichen Akkordeons waren noch zahlreiche Verbesserungen und Weiterentwicklungen nötig: Die ersten „Accordions“ waren diatonische Instrumente (beim Öffnen und Schließen des Balges erklingen unterschiedliche Töne) mit nur wenigen spielbaren Tönen. Allmählich wurde der Tonumfang vergrößert und die Wechseltönigkeit durch gleichtönige Instrumente abgelöst (bei Öffnen und Schließen des Balgs erklingt nun derselbe Ton). Bei einigen Akkordeons wurde eine Klaviatur für die rechte Hand statt der bis dahin üblichen Knopftastatur eingebaut so dass heute die zwei Instrumentenypen Knopf- und Pianoakkordeon parallel bestehen. Weiter wurden Register für rechte und linke Spielmanuale eingebaut. Die letzte Neuerung fand mit dem Einbau des Einzeltonmanuals ca. 1950 statt, das nun statt akkordgebundener Begleitung der linken Hand tonhöhengerechtes Spiel mit Einzeltönen über 5 Oktaven ermöglicht. Damit wurde das Akkordeon für zeitgenössische Komponisten zu einem interessanten Instrument.
Dass sich das Einzeltonakkordeon durchgesetzt hat, ist dem unermüdlichen Engagement des dänischen Akkordeonisten Mogens Ellegaard (1935-1995) zu verdanken. Seit Ende der 50er Jahre inspirierte er Komponisten zu neuen Werken für den neuen Instrumentyp und schuf so den Grundstock für das Repertoire des heutigen Konzertakkordeons.
Heute ist das Akkordeon ein fester Bestandteil der zeitgenössischen Musik und regelmäßig bei Festivals für Neue Musik vertreten. Namhafte Komponisten wie Luciano Berio, Toshio Hosokawa, Sofia Gubaidulina u.a. schufen Werke für Akkordeon in verschiedenen Besetzungen vom Solowerk über Kammermusik bis hin zu Konzerten und Opern. Darüber hinaus beeindrucken Akkordeonisten mit Einspielungen barocker und klassischer Werke – neu interpretiert auf einem Instrument, das es zu Lebzeiten des Komponisten noch gar nicht gab.