Akkordeon

Geschichte des Akkordeons

  Von den Anfängen ...
... über die erste Originalkomposition ...
  ... hin zum Konzertinstrument

Den Bemühungen der württembergischen Akkordeonfirma Hohner ist eine erste Aufwertung des Akkordeons zu verdanken. Direktor Ernst Hohner erweiterte das Unternehmen in den 20er Jahren um einen Ausbildungslehrgang für Akkordeonlehrer, das Akkordeonspiel wurde dadurch zunehmend pädagogischer und künstlerischer durchdacht. In der Folge entwickelte sich eine eigene Spielmethodik des Akkordeons, in deren Mittelpunkt der Umgang mit dem Balg (sogenannte Balgtechnik) steht. Man begann, Komponisten für das Instrument zu gewinnen. 1927 entstand mit Hugo Hermanns „Sieben neuen Spielmusiken“ die erste original für Akkordeon geschriebene Komposition. Weitere Werke folgten und wurden im neu gegründeten Hohner-Verlag veröffentlicht. Diese ersten Originalkompositionen orientierten sich stilistisch stark an dem bis dahin üblichen Akkordeonrepertoire aus Volksliedern, Tanzmusik und beliebten Nummern aus Operetten. In der musikalischen Fachwelt wurde das Akkordeon weiterhin nicht als vollwertiges Instrument gehandelt.