Akkordeon

Geschichte des Akkordeons

Von den Anfängen ...
  ... über die erste Originalkomposition ...
  ... hin zum Konzertinstrument

Die Tonerzeugung beim Akkordeon beruht auf dem Prinzip der durchschlagenden Metallzunge. Dieses Prinzip wurde erstmals angewandt in der chinesischen Mundorgel Sheng und deren japanischer Variante Sho – nachweisbar im Jahr 2500 v.Chr.. Vermutlich mit Marco Polo gelangte die Idee der durchschlagenden Metallzunge im 13. Jahrhundert nach Europa.
Zu Beginn des 19. Jahrhunderts waren die Instrumentenbauer sehr experimentierfreudig und bauten Metallzungen in eine Reihe neu erfundener Instrumente ein. Schließlich erhielt der Wiener Orgel- und Klavierbauer Cyrill Demian 1829 ein Patent auf seine Erfindung des „Accordions“.
Die musikalische Fachwelt ignorierte das Akkordeon völlig, da es in Konstruktion und Spielweise gänzlich neuartig war und die ausgebildeten Musiker ihr Können von anderen Instrumenten nicht einfach auf das Akkordeon übertragen konnten. In den einfachen Bevölkerungsschichten verbreitete sich das Akkordeon dagegen sehr rasch, sie brachten sich das Akkordeonspielen selbst bei. Bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts war das Akkordeon als Volksinstrument äußerst beliebt und weit verbreitet. Entsprechend dem Musikgeschmack der aus musikalischen Laien bestehenden einfachen Bevölkerung wurden auf dem Akkordeon Volkslieder, Tanz- und Unterhaltungsmusik gespielt – anspruchslose Musik aus Sicht der musikalischen Fachwelt. Dadurch erhielt das Akkordeon einen Ruf als minderwertiges Instrument.